Historie

Die bewegte Geschichte unseres Hauses

beginnt mit einen Vorgängerbau um 1450, dessen immenser Gewölbekeller noch erhalten ist – und der beim Stadtbrand 1581 vernichtet wurde. Unmittelbar danach wurde der Kernbereich des heute stehenden Fachwerkhauses von dem Ackerbürger Cuntz Friedrich wieder errichtet. Der Renaissancebau zeichnet sich durch seine hohe Eingangshalle mit kassettierter Decke, eine repräsentative Bohlenstube und mit Blumenornamentik bzw. Diamantmuster bemalten Decken im 1. Obergeschoss.

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Wenn ein Haus erzählen könnte…

Die Gebäude am Pfarrhof 1 gegenüber der frühgotischen Barfüßer- oder Oberkirche blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Das Fachwerkhaus mit seiner Bohlenstube, der Schwarzküche und dem großartigen Gewölbekeller datiert von 1582. Der gräfliche Kalkschneider Burkhardt Röhl, der Anfang der 1640er Jahre Taufe, Kanzel und Altar der Oberkirche schuf, war in der Folge Eigentümer des heutigen Stadthauses Arnstadt.

ANNO 1626

Burkhard Röhl

Der gräfliche Kalkschneider wird Eigentümer des Hauses. Anfang der 1640er Jahre mitten im 30-jährigen Krieg schuf er im manieristischen Stil Taufe, Kanzel und Altar der Oberkirche mit aufwendigen und sehr reizvollen Stuckfiguren.

ANNO 1697

Johanna Elisabeth von Schwarzburg

eine Schwester von Anton Günther II. und Schwägerin von Auguste Dorothea, die zur gleichen Zeit begann, einen barocken Mikrokosmos, die Puppenstadt Mon plaisir aufzubauen, ließ das Gebäude um Treppenhaus und Schwarzkücher erweitern und schuf sich ein barockes Piano Nobile bzw. eine lichte Bell’etage.

ANNO 1720

Johann Christoph Olearius

Der nächste Eigentümer war der Superintendent Johann Christoph Olearius, Theologe, Historiker und Numismatiker. Olearius war Verfasser zahlreicher Schriften, darunter die Historia Arnstadtiensis und junger Prediger an der Neuen Kirche zu Johann Sebastian Bachs Zeiten in Arnstadt. Als Numismatiker und versierter Sammler von Raritäten und Kuriositäten war er inspiriert von dem Konzept der barocken Wunderkammer. Seine Begeisterung für die Numismatik teilte er mit Anton Günter II. Olearius’ Münzsammlung befindet sich heute im Münzkabinett zu Dresden. Seine Sammlung von Luther-Erstdrucken befindet sich seit seinem Tod als Erbe in der Oberkirche.

ANNO 1870

Möller’sche Handschuhfabrik

Von Julius Möller 1864 gegründet bezog die Firma 1870 das Gebäude als neue Produktionsstätte. Die hier gefertigten feinen Lederhandschuhe waren Europa weit begehrt, 1903 wurde die Fabrik auf dem benachbarten Grundstück mit einem vom Jugendstil inspirierten Industriebau erweitert. Weitere An- und Umbauten folgten in der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert. Der Betrieb der Handschuhfabrik, Teil eines VEB während der DDR wurde im Jahr 1990 im Rahmen der Abwicklung der DDR-Wirtschaft abrupt beendet.

GEGENWART

Jan und Judith

Jan Kobel und Judith Rüber kaufen nach 15 Jahren Leerstand und Verfall die Gebäude und sanieren sie behutsam und liebevoll unter größtmöglichem Respekt für die Jahrhunderte alte Bausubstanz. Zum Einsatz kommen nur soweit möglich natürliche und traditionelle Baustoffe, Holz, Schilf, Lehm, Kalk, Leinölfarben.

GEGENWART

Denkmalschutz und Pflege

Lebendiger und nachhaltiger Denkmalschutz braucht eine (öffentliche) Nutzung, die sich zu mindest einigermaßen wirtschaftlich trägt. Mit dem Hotel teilen die Eigentümer die großartige Erfahrung des Lebens in einem einmaligen Gebäude und seiner an jeder Stelle ablesbaren Geschichte mit ihren Gästen.

Deutsche Stiftung Denkmalschutz  

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege 

IM HERZEN THÜRINGENS

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